ELE Grundversorger

Der Grundversorger in Gelsenkirchen ist die ELE GmbH.

Früher Stadtwerke. Heute hat die Stadt sich wieder in Teilen eingekauft. Die Mehrheit liegt bei der RWE. Einer der Geschäftsführer der ELE ist der Stadtwerke (früher: GEW) – Chef. Insofern ist die ELE GmbH auf dem Weg zurück zu den Ursprüngen. Das heißt aber nicht, dass früher alles besser war. Wie es heute um das Geschäftsgebahren der ELE mit ihrer Verteilnetztochter, die für die Stromsperren zuständig ist, bestellt ist, zeigen die folgenden Seiten.

Aber zunächst einmal gilt es die Daseinsvorsorge zu sichern. Und das ist bei hohen Nachforderungen, zum Beispiel im Zuge von Jahresabrechnungen, nicht so leicht, weil immer mehr Menschen in Gelsenkirchen arm sind und kein Geld haben, um diese Nachforderungen mit einem Male zu bezahlen. Wenn dann die Mahnung folgt, und der Verzug eintritt, kann schon mit der nächsten Mahnung die Sperrandrohung ins Haus flattern. Jedenfalls drohen dann schon erhebliche Mehrkosten.

Wann darf der Grundversorger ELE eigentlich den Strom abstellen, ließe sich fragen?

Nun, die Antwort ist ebenso leicht, wie kompliziert.

Die entscheidende Frage, wie sich eine Stromsperre verhindern lässt, ist an erster Stelle zu beantworten. Das ist auch bereits Teil der Antwort auf die Frage der Zulässigkeit einer Stromsperre.

Eine Stromsperre lässt sich auf verschiedene Weise verhindern.

Die einfachste Art ist, man sucht sich einen anderen Anbieter als den Grundversorger. Denn nur der Grundversorger ist berechtigt eine Stromsperre zu benutzen, um seine Geldforderung einzutreiben. Ist man jedoch außerhalb der Grundversorgung in einem Sondervertragsverhältnis besteht diese Möglichkeit nicht so ohne Weiteres. Aber auch für den Grundversorger bestehen Hürden:

  1. Hürde: Es gibt einen Grundversorgungsvertrag. Ob das der Fall ist, kann rechtlich nicht immer eindeutig sein. Die ELE geht im Zweifel immer davon aus, dass ein Grundversorgungsvertrag besteht, denn dann kann sie ihre Forderung mit einer Sperre nachhaltig durchsetzen. Im Kundeninteresse ist das jedoch nicht. Der Verbraucherschutz bleibt auf der Strecke. Tatsächlich sieht die Rechtsprechung bestimmte Voraussetzungen vor, damit ein Grundversorgungsvertrag gegeben ist. In vielen Fällen besteht gar kein Grundversorgungsverhältnis. Dann dürfte auch nicht die Sperre das nachhaltige Mittel sein, sondern die Kündigung des Vertrages. Die Kündigung ist deshalb das mildere Mittel, weil die Stromsperre ausbleibt, die ja mit einer Wohnungslosigkeit verglichen werden kann. Bei gekündigtem Vertrag wird sich ein neuer Vertragspartner gesucht. Wohnungslosigkeit bleibt praktisch aus. Das Grundrecht auf Unversehrtheit der Wohnung kommt so am besten zur Geltung.
  2. Hürde: Die 100,- Euro – Grenze muss überschritten sein. Diese Regelung stammt aus Zeiten, wo der Strom noch günstiger war. Sie sollte freiwillig angehoben werden, solange der Gesetzgeber nicht aktiv wird! Einige Grundversorger haben die Grenze intern auf 150,- Euro angehoben. Das sollte die ELE auch tun.
  3. Hürde: Zahlung ist erwartbar!
  4. Hürde: Härtefälle
  5. Hürde: Anbieter wechseln. Wem die ELE nicht rücksichtsvoll genug ist, sollte im Falle der Drohung mit einer Stromsperre ebenfalls damit drohen, den Anbieter zu wechseln oder besser: Sofort wechseln! –  Im Übrigen hat eine Studie ergeben, dass der Grundversorgerstrom seit 2009 um 70 % teuer geworden ist. Die ELE finanziert auf diese Weise zum Beispiel über eine hohe Konzessionsabgabe andere Aufgaben, die der Stadt obliegen. Diese Form der anderweitigen Finanzierung über den Strompreis hat die EU verboten. Gemacht wird es trotzdem. Also: Wer wechselt, steht sich günstiger. Die Verbraucherzentrale empfiehlt das Wechselportal www.mut-zum-wechseln.de, weil hier individuelle Einstellungen besser vorgenommen werden können. Ein Vergleich mit www.verivox.de sollte aber standardmäßig erfolgen, um sicher zu gehen.
  6. Hürde: Privatinsolvenz. Wer eine private Insolvenz laufen hat, sollte dies bekannt machen. Hier gelten besondere Regeln! Unbedingt sofort die Schuldnerberatung aufsuchen!
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